Wenn es dunkel wird im Märchenwald: Der Froschkönig

Erschienen: 11/2017
Buchtyp: Novelle
Serie: Wenn es dunkel wird im Märchenwald

Genre: Fantasy Romance
Zusätzlich: Contemporary, Vanilla

Location: Freizeitpark


Erhältlich als:
paperback & ebook

ISBN:
Print: 978-3-86495-285-2
ebook: 978-3-86495-345-3

Preis:
Print: 19,90 €[D]
ebook: 2,99 €[D]

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Wenn es dunkel wird im Märchenwald: Der Froschkönig


Inhaltsangabe

Ein maroder Freizeitpark wird renoviert und Literaturstudent Max zieht auf die Baustelle, um die vernachlässigte Ecke mit den Märchenfiguren wieder auf Vordermann zu bringen. Ihm fällt auf, dass die Prinzessin aus dem Froschkönig-Märchen nicht den ihm bekannten Darstellungen entspricht, und so beschließt Max, Nachforschungen über den Erschaffer der Figuren anzustellen. 
Er nimmt die goldene Kugel der Prinzessin mit sich – und fällt aus allen Wolken, als diese plötzlich leibhaftig vor ihm auftaucht und ihr Eigentum zurückverlangt! 
Doch so einfach macht Max es der süßen Prinzessin nicht – getreu dem Märchen stellt er sinnliche Bedingungen an die Rückgabe der Kugel …

Auch als Gesamtausgabe mit vier weiteren Märchen-Adaptionen unter dem Titel "Wenn es dunkel wird im Märchenwald ... 3" erhältlich. 

Über die Autorin

Die im malerischen Franken lebende Autorin begeisterte sich schon früh für das Schreiben. Aber erst ihre zwei erwachsenen Kinder haben sie dazu ermutigt, den Schritt zum fertigen Buch zu gehen. Ihre Leidenschaft ist die Erschaffung von tiefgründigen Charakteren, die sie...

Weitere Teile der Wenn es dunkel wird im Märchenwald Serie

Leseprobe

Max packte seine Bücher aus und besah kritisch den staubigen, wackligen Tisch in der kleinen Hütte, die er für die Zeit seines Aufenthaltes bewohnen würde. Bevor er sich häuslich einrichten konnte, war wohl erst putzen angesagt. Er blickte sich suchend in dem vernachlässigten Räumchen um, konnte aber beim besten Willen nichts dafür Geeignetes entdecken. Der einzige Stofffetzen lag auf der schmalen Pritsche und erschien ihm nicht gerade vertrauenerweckend. Da hing ganz bestimmt genau dieselbe Menge an jahrelang angesammeltem Staub darin wie auf jeder anderen Oberfläche. Zu dumm, dass er bei der Einführung in seinen neuen Nebenjob nicht in das Innere...

...des windschiefen Bretterhäuschens geschaut hatte.

Dann hätte er gewusst, dass er hier erst mal klar Schiff machen müsste. Er öffnete die Tür zum Bad, um einen Blick zu riskieren, und atmete erleichtert auf. Man hatte ihm gesagt, dass das Häuschen noch renoviert wurde, und auch wenn man es eher als Nasszelle bezeichnen konnte, das Bad war nagelneu. Anscheinend waren sie bisher nur nicht weitergekommen. Seufzend steckte Max seine Bücher zurück in den Rucksack, angelte sich den großen, rostigen Schlüsselbund von der mit Spinnennetzen überzogenen Wand und machte sich auf den Weg zu seiner ersten Runde.

Die hintere Ecke des Freizeitparks würde in den nächsten vier Wochen sein Zuhause sein.

Als er vor ein paar Tagen mit dem Parkwächter, Herrn Zander, über die ungepflegten Wege gelaufen war, hatte die Sonne geschienen. In ihren Strahlen hatte diese vergessene Ecke des Parks heruntergekommen und armselig gewirkt. Im Zeitalter von Spielekonsolen und 3D-Filmen bestand kein Bedarf mehr an Szenen aus der Märchenwelt, denn die einstmals liebevoll gestalteten Puppen und Gebäude bewegten sich nicht. Weit und breit kein Hauch von Action. So gerieten die Kulissen und arrangierten Ausschnitte aus den Märchenbüchern dieser Welt langsam in Vergessenheit.

Die Wege wurden uneben und holprig, Unkraut wucherte über die Blumenbeete, und zwischen den Ästen der Bäume spannten sich genauso viele Spinnennetze wie in seiner Unterkunft.

Nun aber, in der Dämmerung, als nach und nach die Lichter der Notbeleuchtung angingen, bekam der Märchenwald einen unheimlichen Touch. Schatten huschten über die von den Figuren abblätternde Farbe, das verwelkte Laub am Boden raschelte unter den Trippelschritten von kleinen Waldbewohnern, und Max hätte schwören können, dass gerade eine Fledermaus über seinen Kopf geflogen war. Der Literaturstudent fühlte, wie sich seine Nackenhaare aufstellten.

»Nun hör auf, rumzuspinnen! Wenn dich deine Kumpel sehen könnten, würden sie einen Heidenspaß an deinem Muffensausen haben. Geh deine Runde ab! Was soll hier schon sein?«

Na super, jetzt sprach er bereits laut mit sich selbst! Wie ein Hund, der sich im Dunklen Mut zubellte, um seine eigene Angst zu vertreiben. Ein bisschen lächerlich kam Max sich allerdings vor, nach all den Horrorfilmen, die er mit seinen Freunden schon gesehen und meist für witzig befunden hatte. Er schüttelte die leichte Beklemmung ab und richtete seine Aufmerksamkeit auf die verwahrlosten Kulissen.

Jede Szene war von einem niedrigen eisernen Zaun umgeben, der aber nur vereinzelt der wildwuchernden Natur Einhalt gebot. Kaum ein Schildchen war noch lesbar, und so musste man sich das dargestellte Märchen aus den vorhandenen Figuren und Gebäuden zusammenreimen. Max wunderte sich nicht, dass Rotkäppchen die erste Wahl der Erbauer gewesen war. Er wäre im Vorfeld jede Wette darauf eingegangen, denn in Deutschland führte es die Liste der Märchen unangefochten an. Gefolgt von Schneewittchen und Dornröschen entsprach das erste Drittel den heutigen Vorlieben der Menschen, wenn es um Fabeln und Legenden ging. Allerdings hatten sich in deren Köpfen eher die Disney-Versionen eingenistet.

Es war doch eine kluge Idee gewesen, das antiquiert wirkende Klemmbrett inklusive Stift und Papier mitzunehmen, denn so konnte er sich schon den ersten Verbesserungsvorschlag notieren. Der Inhaber des Freizeitparks bezahlte ihn gut dafür, die Märchenecke dem heutigen Geschmack der zahlenden Besucher anzupassen. Auch wenn er selbst mehr die ursprünglichen Versionen der Märchen bevorzugte, die kleinen Gäste würden sicher lieber die ihnen bekannten Gestalten sehen. Nach den Favoriten teilte sich der Pfad in einen Rundweg, dessen Mitte auf den ersten Blick keine Figuren enthielt, wenn man mal von der verfallenen Schlossruine unter wild wucherndem Efeu absah. Kniehohe Brennnesseln verdeckten eine anscheinend ziemlich niedrige Szene. Da auch das Schild am Zaun zu verwittert war, um das dazugehörige Märchen zu entziffern, schwang sich Max kurz entschlossen einfach darüber und stapfte durch das Unkraut.

Die Kulissen, die er bisher gesehen hatte, waren bereits mitleiderregend gewesen, doch diese hier toppte alles.

Erst als er direkt bei den Figuren stand, erkannte er die Geschichte, die sie darstellen sollten - den Froschkönig. Das Arrangement war wirklich in einem bedauernswerten Zustand. Da würde sein bescheidenes Klemmbrett nicht weit reichen, um alle erforderlichen Renovierungsmaßnahmen zu erfassen. Wegreißen und komplett neu bauen wäre wahrscheinlich einfacher. Sein literaturliebendes Herz fühlte ein schmerzhaftes Stechen, denn er fand es schade, dass die schöne Kunst des Märchenerzählens langsam ausstarb. Nur mit Mühe konnte man den Rand des Brunnens noch erraten, da die meisten Steine zerbröckelt und mit Moos bewachsen zwischen den Brennnesseln kaum zu sehen waren. Die Wasseroberfläche der Zisterne bestand aus einer schleimig aussehenden Schicht aus verwelkten Pflanzenresten, toten Insekten und Plastikmüll. Die einst am Rand kniende Prinzessin lag, halb unter Laubhaufen begraben, auf dem Rücken. Wer auch immer sie vor langer Zeit angefertigt hatte, er hatte sie in Zartrosa gekleidet und ganz sicher nicht geahnt, dass sie einmal so schmutzig sein würde.

Um den Froschkönig zu finden, musste sich Max dem Schmerz der Nesseln stellen. Er arbeitete sich reißend und ziehend durch die widerspenstigen Pflanzenschlingen, bis er endlich die schwach schimmernde goldene Farbe einer Krone erkannte. Als er die Figur zu fassen bekam, rutschten seine Finger von der Oberfläche ab, da den Frosch, dessen lange Zunge traurig über den ehemaligen Brunnenrand hing, eine dicke, schmierige Algenschicht überzog.

Der Tümpel stank derart, dass Max die Luft anhielt, während er sich den Ärmel hochkrempelte, um im Brackwasser nach der Kugel zu suchen, die sich im Brunnen befinden müsste. Seine Finger glitten über Dinge am Boden, über deren Natur er gar nicht näher nachdenken wollte. Als seine Lungen nach Sauerstoff verlangten, weil er schon zu lange die Luft anhielt, um dem Gestank zu entgehen, drehte der Student den Kopf zur Seite, um wieder atmen zu können. Dabei fiel sein Blick genau zwischen die angewinkelten Beine der Prinzessin. Das dünne Ende der Froschzunge lag nur wenige Zentimeter davon entfernt am Boden und ganz plötzlich musste Max grinsen.

»Du Ferkel«, dachte er sich, »bis zum Hals in Scheiße stecken, aber an Sex denken!« Solch frivole Gedanken bekommt man, wenn man zugunsten eines schnellen Studiums auf eine Freundin verzichtete. Wie lange war es her, dass er eine flachgelegt hatte? Offensichtlich viel zu lang, sodass er jetzt schon Halluzinationen beim Anblick einer Puppe bekam.

Das Kleid einer Prinzessin wäre niemals so kurz, dass er mühelos die Stelle betrachten konnte, an der sich ihre Schenkel trafen. Sie hatte auch kein Höschen bekommen, und Max war sich sicher, dass er lebensecht geformte Schamlippen erkannte. Er kniff verstört die Augen zusammen, um das Bild loszuwerden, schüttelte den Kopf und riskierte einen neuen Blick. »Hol mich der Geier!«

Obwohl es zunehmend düsterer wurde, sah er lebendig rosig schimmernde Hautfalten, eine zarte Knospe, und das dunklere Rund sollte mit Sicherheit eine …

Seine Finger im Wasser bekamen etwas Kugelförmiges zu fassen, krallten sich darum und im selben Moment zog eine gewaltige Kraft an ihm. Max versuchte noch, sich an den morschen Steinen festzuhalten, aber sie gaben unter seinen Händen nach. Mit einem satten Schmatzen fiel er kopfüber in die stinkige Brühe.

Weil er in seinem Schrecken den Mund geöffnet hatte, drang ihm der widerliche Morast auf die Zunge. Er setzte sich hastig auf und spuckte das Zeug, so schnell er konnte, wieder aus. Der glitschige Untergrund ließ ihn mehrmals wegrutschen, ehe er endlich sicher auf die Füße kam. Dabei hatte er die ganze Zeit die Kugel nicht aus der Hand gelassen. Seltsamerweise erstrahlte sie makellos sauber, golden, glitzernd, als wäre sie gerade frisch poliert worden. Max kletterte aus dem niedrigen Becken, dessen Inhalt ihn unwillig schmatzend freigab. Er schüttelte sich den gröbsten Dreck vom Kopf und packte die Kugel fester.

»Duschen wäre jetzt super«, riet er sich selbst und stapfte durch das Unkraut zu seiner Unterkunft.

Seine Schuhe streifte er schon vor der Tür ab und direkt dahinter den Rest seiner muffelnden Klamotten. Er besah sich kurz das Häufchen und beschloss, es gar nicht erst mit Waschen zu versuchen. Die Teile sollten besser gleich in den Müll wandern. Unter seinen Füßen hatte sich trotzdem eine Schmutzwasserlache gebildet, deshalb hinterließ er graubraune Abdrücke auf seinem Weg ins Bad.

Das Wasser in der Dusche war heiß und sein großzügig verteiltes Duschgel beseitigte den furchtbaren Geruch. Max stand einige Minuten nur regungslos da und genoss das warme auf ihn herabprasselnde Nass. Die billigen Kunststoffwände der Duschkabine begannen sofort zu beschlagen, und das heiße Wasser füllte das kleine Bad mit feinem Nebel. Schließlich öffnete Max seine bisher geschlossenen Augen, wusch sich gründlich die Haare und meinte, als er sie anschließend zurückstrich, eine Bewegung außerhalb der Dusche wahrzunehmen.

Er blinzelte. »Ich muss wohl wirklich kurz zu wenig Sauerstoff bekommen haben, und wer weiß, was sich da alles im Tümpel gesammelt hat«, dachte er, doch die Silhouette im Nebel blieb.

Die Tür der Dusche wurde plötzlich aufgeschoben, und Max glaubte, den Verstand verloren zu haben. Vor ihm stand die Prinzessin aus der Märchenkulisse. In Menschengröße, mit ihrem schmutzigen, kurzen Kleidchen und rosig schimmernder Haut.

»Was zum Henker …? Welches Gift habe ich denn im Brunnen geschluckt?« Halluzinationen aus Schlafmangel waren nichts Neues für Max, aber die hier war unheimlich. Zu allem Überfluss begann das Traumbild sogar noch zu sprechen.

»Gift? Ich weiß von keinem Gift, jedoch hast du etwas, das mir gehört!«

Da nützten ihm kein Schütteln, kein Blinzeln und auch kein Kneifen. Sie stand tatsächlich hier und ihre Stimme klang befehlsgewohnt und fordernd. Fasziniert hing Max an den erdbeerfarbenen Lippen, und der Gedanke, den vermuteten Geschmack zu überprüfen, rollte aus seinem Kopf direkt in seine Lenden.

Als sie sich ihrer Wirkung auf ihn bewusstwurde, formte die Erscheinung den Mund zu einem großen O. Zarte, aber dichte goldene Wimpern senkten sich über ihre blauen Augen, während sie verlegen den Blick nach unten richtete. Doch dabei offenbarte sich ihr das ganze Ausmaß seiner unausgesprochenen Wünsche.

Unwillkürlich musste Max grinsen. Wenn schon feuchte Träume, dann richtig! Er griff sich die Kugel, die er auf der schmalen Ablage in der Ecke der Dusche platziert hatte, und hielt sie vor ihr gekräuseltes Näschen. »Du sprichst nicht zufällig von diesem Spielzeug?«

Sie schnappte gierig danach und er konnte gerade rechtzeitig seine Hand zurückziehen.

»Gib sie mir wieder!«, fauchte sie ihn an.

»Wieso sollte ich? Was bekomme ich dafür?«, entgegnete er und beobachtete zufrieden, wie sich ihre Wangen röteten. Schließlich kam ihr Blick, in dem ein kleines zorniges Erdbeben flackerte, zu seinem Gesicht zurück.

»Der Dank deiner Prinzessin gilt dir wohl nicht viel?«

Max musste sich das Schmunzeln verkneifen, denn unter dem zornigen Erdbeben hatte er erfreut das Aufblitzen von Glut gesehen. »Meiner Prinzessin? Ich bin mein eigener Herr, ich brauche keine Hoheit über mir.« Er senkte die Stimme. »Was ich gebrauchen könnte, wäre Hilfe! Wasch mir den Rücken, dann denke ich vielleicht darüber nach!«

Der Erdbeermund verzog sich zu einem empörten Aufschnauben. »Du bist ja von Sinnen! Bin ich eine Magd, die einem edlen Herrn zu Diensten sein muss? Gewiss nicht!«

Die Illusion wurde zunehmend perfekter, denn die Kleine sprach sogar, wie es sich für eine waschechte Prinzessin gehörte. Apropos waschecht, Max unterlegte seine Stimme mit einem kühlen Tonfall, während er ihr entschlossen den nassen Schwamm in die Hand drückte. »Ich weiß nicht, woher du kommst. Aus meiner benebelten Einbildung oder aus einer anderen Zeit, und es ist mir auch egal. Das ist meine Zeit, meine Dusche und ich bin schmutzig. Dein königliches Getue kannst du dir für einen anderen aufheben. Du willst etwas von mir? Dann tu gefälligst, was ich von dir verlange! Los jetzt!«

Er drehte ihr den Rücken zu, ohne dabei die Kugel aus der Hand zu legen. Dass sie flinke Finger hatte, war ihm schon aufgefallen, und genau diese Finger pressten nun den Schwamm gegen seine Schulterblätter und rubbelten zornig hin und her. So hatte er sich das nicht vorgestellt.

»Mit ein wenig mehr Gefühl, wenn ich bitten darf! Ich bin kein Pferd, das du striegeln musst.«

»Fürwahr, das seid Ihr nicht. Ein Pferd ist ein edles Geschöpf, Ihr hingegen seid ein Schurke, der meine Notlage schamlos ausnutzt.«

Sieh an, sie hatte ihn mit einem halbwegs respektvollen Ihr angesprochen. Max riskierte einen schnellen Blick über seine Schulter. Die kleine Hoheit hatte ihre Unterlippe zwischen die Zähne gezogen, eine schmale Falte des Unwillens bildete sich auf ihrer Stirn, aber ihre Bewegungen wurden sanfter, kreisender. Sie bemerkte seinen Blick und stockte kurz. »Besser so?«

Max konnte nur nicken. Da sie jetzt so nahe bei ihm stand, hatte der Duschstrahl sie erfasst und ihr Kleid durchnässt. Es sah zwar immer noch erbarmungslos heruntergekommen aus, aber es klebte nun an ihrem Körper und wurde zunehmend durchsichtiger. Die ehemals feine Spitze am Ausschnitt war schmutzig braun, lenkte seine Aufmerksamkeit jedoch direkt auf die zwei erhabenen Knospen, die sich hart an den Stoff pressten. Ein Schnauben entwich Max, weil er sofort überlegte, wie es sich anfühlen würde, an ihnen zu saugen. Verdammt! Welcher Trottel hatte einer Prinzessin so ein alles andere als unschuldiges Kleidchen verpasst? Wo waren das Mieder, die Schnüre, der dicke Brokat? Sein Gehirn wollte sich eine Notiz machen, nach dem Erschaffer der Puppen zu forschen, sein Schwanz hatte andere Prioritäten. Er gewann an Härte, stellte sich auf, und der hübsche Erdbeermund formte sich erneut zu einem großen, verlockenden Rund.

Max drehte sich vollends zu ihr um, sodass ihre zarten Finger nun über seine Brust glitten. Es fühlte sich mehr als gut an, als sie den Schwamm dort kreisen ließ. Er sah auf sie hinunter, entdeckte ihr heftiger werdendes Atmen und ebenso die hellroten Flecken auf ihrem Dekolleté. Sie breiteten sich aus, schienen den Wassertropfen zu folgen, die zwischen ihren Brüsten hinabliefen. Plötzlich machte es ziemlich laut Pflatsch. Sie hatte den vollgesogenen Schwamm einfach fallen lassen, strich nun mit ihren Handflächen über seinen Brustkorb. Seine Muskeln spannten sich deutlich an.

Ihre kleine Zungenspitze flitzte kurz über ihre Lippen, bevor sie, fast unhörbar durch das Geräusch des Wassers, flüsterte: »Seid ihr ein Ritter, ein Kämpfer? Für welchen König streitet Ihr mit dieser Kraft?«

Noch nie war Max so glücklich über sein Abo im Fitnessstudio gewesen wie bei dieser Frage. »Ich bin kein Krieger, Süße! Eher ein Gelehrter in der Ausbildung, wenn dir das etwas sagt.«

Sie drehte weiter ihre tastenden Kreise über seinen Oberkörper, warf ihm dabei allerdings einen kurzen Blick zu. Dafür musste sie den Kopf leicht heben und Max sah genau auf ihren kleinen Mund. Sein eigener wurde erst trocken, dann überfeucht, weil seine Zunge unbedingt die Ihre kennenlernen wollte. Max bemerkte, wie seine Selbstbeherrschung Stück für Stück bröckelte. Als ob das nicht schon genug wäre, fühlte er ihre Hände über seinen Bauch immer tiefer tasten. Ihre Schultern hoben und senkten sich mit jedem Atemzug einen Takt schneller.

»Ihr seid ein Studioso? In meines Vaters Reich sind das dünne Männlein, die jeder Windhauch umpusten könnte. Ihr hingegen wirkt auf mich, als würdet Ihr dem stärksten Sturm trotzen.«

Das hielt Max zwar für übertrieben, er war nur ein Freizeitsportler, der ab und zu seine angestaute Energie an Hanteln und Geräten abarbeitete. Hier und jetzt sammelte sich allerdings eine ganz andere Art von Energie in ihm. Ihre neugierigen Finger streiften bereits über seine Leisten und würden jeden Moment auf seinen Penis treffen. Sie trat noch ein wenig näher an ihn heran, schob tatsächlich eine Hand über seine Schwanzwurzel, und Max schloss für eine Sekunde die Augen. Er hörte ihr Atmen, spürte ihre Nippel an seinem Körper, als sie sich gegen ihn lehnte. Sie legte eine Hand an seine Seite, erkundete mit der anderen die Länge seines Schaftes. Eine leichte Drehung brachte sie beide auf dem seifigen Boden der Dusche fast ins Rutschen, und nur deshalb erkannte Max ihren Versuch, hinter seinem Rücken nach der goldenen Kugel zu greifen.

»Na warte, du kleines Biest«, dachte er sich und tat so, als hätte er es nicht bemerkt. Die Hoheit war also bei Weitem nicht so unschuldig, wie sie ihm vorspielen wollte. Sie hatte sich durch das Wackeln etwas erschrocken, und Max nutzte die Gelegenheit, sie in die Ecke zu drängen, so, als wollte er nur verhindern, dass sie fiel und sich wehtat. Das Kleid war ihr von einer Schulter gerutscht, entblößte eine ihrer wohlgeformten Brüste. Max senkte den Kopf, schloss seine Lippen um die zarte Knospe und erntete dafür ein leises Keuchen. Er leckte über die erregte Brustwarze, saugte daran und zog ihr dabei das Kleid auch über die zweite Schulter nach unten. Der nasse Stoff fiel mit einem ähnlichen Geräusch wie der Schwamm zu Boden und sein Mund wanderte nun küssend zur nächsten Brust. Zufrieden spürte er sie zittern. Sie krallte eine Hand in seine Haare, die andere tastete sich erneut zu seinem Schwanz. Ein gieriges Grollen kam aus seiner Kehle. Er hob den Kopf und sah sie an.

»Mir scheint, wir hätten einen Weg gefunden, wie du dir dein Spielzeug wiederholen kannst. Und tu gar nicht erst empört, die Unschuldsmasche zieht bei mir nicht mehr.«

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