Die Sklavin des Höhlenmenschen

Erschienen: 07/2008

Genre: Historical Romance
Zusätzlich: Dominanz & Unterwerfung
Seitenanzahl: 128 (Übergröße)


Erhältlich als:
paperback & ebook

ISBN:
Print: 978-3-93828-147-5
ebook: 978-3-86495-002-5

Preis:
Print: 11,90 €[D]
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Die Sklavin des Höhlenmenschen


Inhaltsangabe

Siri wuchs unter Neandertalern auf, doch als Menschenfrau ist sie eine Außenseiterin in ihrer Sippe. Eines Tages bringen die Männer einen Gefangenen von der Jagd mit: Gandar, der wie Siri zur Menschenrasse gehört. Gandar gelingt die Flucht aus dem Lager der Neandertaler - aber er geht nicht allein! Er raubt Siri und verschleppt sie in sein Dorf, wo sie in Zukunft als seine Sklavin mit ihm leben soll …

Über die Autorin

Lena Morell war ein Pseudonym der Autorin Mona Vara, unter dem diese BDSM-Romane schrieb. Mona Vara verstarb 2016 nach langer Krankheit. 

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Leseprobe

Szene 1

Später am Tag erlegte Gandar ein kleines Tier. Es war schwierig zu fangen, weil es schnell war, und es war viel zu klein, um eine ganze Sippe mit Fleisch zu versorgen, deshalb hatten Ramas Männer es nur gejagt, wenn sonst kein größeres Wild da war, und wenn der Hunger so groß wurde, dass sie alles aßen, was ihnen unterkam. Gandar jedoch erlegte es mit einem gut gezielten Steinwurf und übergab es dann Siri, die es sich über die Schulter warf und hinter ihm her trug.
Als die Nacht hereinbrach, fanden sie eine kleine Höhle. Sie war leer und nichts...

...deutete darauf hin, dass sie von Mensch oder Tier als Schlafplatz genutzt wurde. Gandar trat hinein, erkundete jede Ecke, schnupperte, um die fremden Gerüche wahrzunehmen, und nickte dann zufrieden. Es war sicher.
Siri folgte ihm hinein. Sie hatte sich schon die ganze Zeit über gefragt, wohin Gandar mit ihr unterwegs war. Wollte er zu seiner Sippe zurück? Oder war er nur auf der Flucht vor Ramas Rache? Oder wollte er mit ihr, Siri, ein neues Rudel gründen? Mit einer Frau, die ihm ähnlich sah? Der Gedanke stieß Siri ab und erregte sie zugleich. Zweimal hatte er versucht, sie zu berühren, aber sie hatte sich immer gewehrt, und er hatte sich zurückgezogen, ohne zornig zu werden, obwohl sie damit gerechnet hatte, dass er sie schlagen würde. Rama hatte seine Frauen geschlagen, wenn sie sich nicht hinknien oder vorbeugen wollten. Doch Gandar hatte nur mit dieser fremden Art mit den Schultern gezuckt und sie in Ruhe gelassen.
Aber nun sah sich Siri in Gedanken vor ihm am Boden kniend, ihm wie Ramas Weibchen den Hintern hinstreckend und glaubte schon seine kräftigen, langen Finger zu spüren, die ihre Hüften hielten, ihre Brüste molken, und seinen Schwanz, der in sie drang - immer und immer wieder, bis sie zu stöhnen und schreien begann wie die anderen Frauen.
Ihre Beine zitterten bei dieser Vorstellung, und sie sah schnell weg, um seinem Blick auszuweichen. Stattdessen schaute sie sich um. Es war nur eine kleine Höhle, aber sie genügte. Seltsam die Vorstellung, vielleicht für immer hier mit ihm zu bleiben. Eine angenehme Wärme wuchs in Siris Körper und ließ ihr Herz schneller schlagen.
„Holz.“
Sie sah ihn an, als er sie ansprach. Er war aus der Höhle getreten und hatte nach einem auf dem Boden liegenden Ast gegriffen. „Holz. Holz für Feuer.“
Siri blickte ihn verwirrt an. Holz für Feuer? Woher wollte er Feuer nehmen? Aber dennoch begleitete sie ihn gehorsam hinaus, folgte seinem Beispiel, bückte sich nach einigen Holzstücken, die nicht weit entfernt lagen. Es war dumm, Holz zu sammeln, wenn man kein Feuer hatte, und es war auch keines in der Nähe. Kein Geschenk des Feuergottes – sie hätte den Rauch gerochen. Sie sammelte, sah Gandar, wie er größere Äste herbeischleppte und half ihm dabei. Am Höhleneingang schichtete er alles auf und ließ nur einen kleinen Durchgang für sie und ihn frei.
Er ging wieder hinaus, befahl Siri zu sich, und sie folgte ihm abermals. Dieses Mal sammelten sie Blätter und weiche, duftende Gräser, die sie auf den Höhlenboden streuten. Somit entstand ein weiches Lager. Er öffnete sein großes Bündel und zog zwei Felle heraus, die er Ramas Sippe gestohlen hatte. Er warf sie auf den Blatthaufen, und Siri sah sehnsüchtig darauf. Es war klar, dass er hier liegen würde, für sie hatte er nicht gesorgt. Als sie jedoch hinausgehen und noch mehr Blätter holen wollte, verbot er es ihr.
Dann hockte er sich hin und nahm etwas aus einem Lederbeutel, den sie nun zum ersten Mal bei ihm sah. Dann erinnerte sie sich. Er hatte ihn dabeigehabt, als Rama und die anderen Männer ihn gefangen hatten. Sie hatten Steine darin gefunden, die sie fortgeworfen hatten. Aber offenbar hatte er sie wieder eingesammelt. Nun befand sich auch trockenes Gras in dem Beutel.
Siri hockte sich belustigt und zugleich neugierig schräg hinter ihn, als er zwei Steine aneinanderzuschlagen begann und sie dabei an das trockene Gras hielt. Er sah andächtig aus, die Falte zwischen seinen Augen war wieder da, und fast hätte Siri gelacht. War das ein Ritus seiner Sippe? Hielt er damit die bösen Geister ab, die überall vor und in fremden Höhlen auf die Menschen lauerten? Sie sah sich scheu um. Es waren keine fremden Zeichen der Macht zu sehen, und die Höhle war ihr sicher erschienen, aber man konnte nie wissen. Auch wenn es eigentlich gar keine Höhle war, sondern nur ein breiter Felsüberhang, der zu beiden Seiten geschlossen war. Der Boden bestand nicht wie in Ramas Behausung aus Stein, sondern aus Lehm.
Sie wandte schnell den Kopf, als ihr der Geruch von Feuer in die Nase stieg. Er stammte von Gandars Steinen. Und tatsächlich, als sie hinstarrte, bemerkte sie, dass beim Zusammenschlagen kleine Funken davon wegsprühten wie von den brennenden Ästen, die von Ramas Sippe herbeigebracht und gehütet wurden. Atemlos sah sie zu, wie die Funken sich in das trockene Gras fraßen. Der Geruch nach Feuer wurde stärker, und dann züngelte eine kleine Flamme empor. Gandar legte achtsam noch mehr Gras darauf, und die Flamme wuchs. Siri zog sich in die hinterste Ecke der Höhle zurück, er beachtete sie jedoch gar nicht.
Wer war er? Keiner in Ramas Sippe vermochte aus kaltem Stein Feuer zu machen! Man musste warten, bis die Gottheit es einem schenkte, es achtsam holen und hüten. Sie erinnerte sich, dass die Frau, bei der sie früher gelebt hatte, ebenfalls Feuer gemacht hatte. Aber sie war mächtig gewesen. Sie hatte das Feuer direkt aus dem Holz geholt. Aber er schlug lediglich Steine aneinander. Rief er dadurch nicht den Zorn des Gottes auf sich herab? Oder war er der Gott selbst?
Nein, Siri schüttelte den Kopf. Kein Gott würde so aussehen wie er. Sie betrachtete ihn ängstlich, tastete mit den Blicken seinen Körper ab, das fremde und doch auf gewisse Art vertraute Profil, die spitze Nase, die noch weiter hervorstand als ihre, und an der die Kinder aus Ramas Sippe sie oft gepackt hatten. Sie waren nicht böse gewesen, diese Kinder, sie hatten sie sogar gemocht und saßen oft bei ihr, hatten spielerisch an ihrem Haar gezogen, gelacht, sich an sie geschmiegt, wenn die Mütter keine Zeit hatten oder neue Kinder säugten. Aber es waren immer weniger Kinder geworden. Anfangs, als Siri zur Sippe gekommen war, hatte sie viele herumlaufen sehen, aber die meisten waren gestorben, lange bevor sie sich das erste Mal paarten. Und dann waren nicht mehr so viele nachgekommen. Schlechte Zeiten waren es gewesen, zu große Kälte. Die Gottheiten hatten in der Periode der Hitze zu wenig Wasser geschickt, dann wieder zu viel. Die Frauen waren von Hunger und Krankheit schwach gewesen und ihre Kinder nicht lebensfähig.
Siri beobachtete weiterhin misstrauisch den Fremden. Er legte Hölzer in die Flammen, wie Ramas Frau es sie gelehrt hatte. Hell loderte das Feuer, verschloss den Eingang zur Höhle. Siri bebte vor Angst. Sie fürchtete nicht das Feuer – aber der Mann, der es erweckt hatte, war vielleicht gefährlich.
Sie zuckte zusammen, als er plötzlich auf das erlegte Tier deutete. Seine Stimme klang ungeduldig. Sie beeilte sich, das Tier mit einem scharfen Stein, den er ihr gab, zu häuten und auf einen Stock zu spießen. Sie hielt es auf seinen Befehl hin ins Feuer, sah, wie die Flammen es umzüngelten, roch das brennende Blut.
Sie schnupperte hungrig und wusste doch, dass das Tier zu klein war, und sie die Nacht ohne Nahrung verbringen musste. Das war so üblich. Die Männer bekamen alles und erst, wenn sie satt waren, durften die Frauen essen. Manchmal hatte es nur für die Männer und Ramas Weibchen gereicht, die anderen Frauen und die Kinder hatten gehungert.
Als der verlockende Duft des Fleisches stärker wurde, nahm ihr Gandar den Stock aus der Hand. Er ließ das Stück ein wenig auskühlen, setzte sich mit unterschlagenen Beinen hin und begann das Fleisch mit dem scharfen Stein zu zerteilen. Siri hatte sich ganz an die Wand der Höhle zurückgezogen und vermied es, hinzusehen. Das würde den Schmerz in ihren Eingeweiden nur unerträglich machen. Sie griff nach einem feuchten Stück Holz, hielt es sich vor die Nase und atmete tief den fauligen Geruch ein. Es nahm den Hunger, sie hatte es schon früher probiert, da sie meist die Allerletzte gewesen war, die Nahrung erhalten hatte. Wäre sie beim Rudel gewesen, hätte sie heimlich Wurzeln suchen können, aber diese Gelegenheit hatte sie bei Gandar nicht gehabt. Er hatte sie keinen Moment aus den Augen gelassen.
Sie hatte die Augen geschlossen, als sie spürte, wie Gandar sie anstieß. Der Geruch des Fleisches wurde stärker, und als sie die Augen aufriss, fand sie direkt unter ihrer Nase ein Stück. Ungläubig sah sie auf Gandar, aber der hielt es ihr auffordernd hin.
Siri zögerte nicht lange, sondern nahm es aus seiner Hand und schlug tief die Zähne darin ein. Er lachte, als er ihr zusah, wie sie ganze Fetzen abriss, hineinstopfte und gierig kaute. Sie aßen in schöner Eintracht, dann holte er noch Holz, um das Feuer für die Nacht am Leben zu erhalten. Von der Ferne hörten sie die Stimmen der Tiere, die entweder den Schutz der Dunkelheit nutzten, um ungefährdet auf Futtersuche gehen zu können, oder die nur des Nachts jagten, wenn die meisten anderen schliefen und leichte Beute waren.
Als sie alles aufgegessen hatten, und Siri die kleinen Knochen brach, um das Mark herauszusaugen, stand Gandar plötzlich auf und kam zu ihr.
Sie kauerte sich erschreckt zusammen. Draußen hatte sich der Feuergott schlafen gelegt, aber hier drinnen war es durch das Feuer hell. Gandar hockte sich neben sie, doch Siri wehrte sich, als er sie berühren wollte. Sie hatte Angst vor ihm. Ein Mann, der mit kalten Steinen Feuer schuf, konnte auch sie verbrennen. Es war gefährlich, sich berühren zu lassen. Aber es war ebenso gefährlich, sich ihm zu widersetzen.
Gandar griff nach ihrem Haar, rieb es zwischen den Fingern, betrachtete es, war aber verärgert, als Siri den Kopf wegdrehte. Er fasste nach ihrer Brust. Sie stieß ihn weg. Er packte sie am Arm, wollte sie zu Boden drücken, aber Siri entwand sich ihm und verkroch sich in die hinterste Ecke der Höhle.
„Komm her!“
Siri sah weg.
Er kam herüber, streichelte über ihre Arme. Siri hielt still, aber als er sie abermals zu Boden drücken wollte, stieß sie ihn weg. Er stand zornig auf, und sie sah ihm zitternd nach. Er brach von den aufgeschichteten Ästen dicke Holzstücke ab, Pflöcke, von denen er je einen links und rechts von ihr mit einem Stein in den Lehmboden schlug. Dann packte er Siri plötzlich am Haar, zerrte ihr das Ledergewand vom Körper, und zog Lederbänder, die er von Rama und den anderen gestohlen hatte, hervor. Er deutete auf den Boden. „Leg dich hin.“
Dann war sie ihm aber völlig ausgeliefert! Siri umfasste ihre Beine mit den Armen und versteckte den Kopf dazwischen. Gandars Hände waren nicht grob, aber unnachgiebig, als er ihre Arme auseinanderbog und Siri auf den Rücken drückte, bis sie zitternd vor ihm lag. Er band ihre Handgelenke an die Holzpflöcke und sah Siri ruhig, aber fest an. „Du gehörst mir. Ich habe dich mitgenommen.“ Seine Stimme klang nicht unfreundlich. „Ich werde dich bestrafen, wenn du nicht gehorchst. Du wirst jetzt lernen, dich zu unterwerfen und mir zu dienen. Du bist meine Sklavin. Du wirst lernen, Lust zu empfinden, wenn ich dich streichle, und nicht wegsehen oder mich fortstoßen.“
Er hockte sich neben sie und legte seine Hand auf ihren Bauch. Es war warm und beruhigend, und Siri atmete langsamer. Sein Griff war fest, als er über ihren Körper strich.
Einer von Ramas Männern hatte sie einmal so berührt, aber das war lange her. Sie hatte sich ihm entzogen und war mit einem Stock geprügelt worden. Und dann hatte er sie in Ruhe gelassen. Jetzt war Gandars Hand auf ihren runden Brüsten. Ihr Atem ging wieder schneller. Seine Finger pressten ihre Brust, drückten sie. Sie hatte zuerst vor Furcht ihre Augen geschlossen, aber nun blinzelte sie zwischen den Wimpern hervor. Ihre Brustwarze stand zwischen seinen langen Fingern hervor, als seine Hand über ihrer Brust lag. Er spielte damit, als würde sie ihm gefallen, quetschte die Warze zwischen seinen Fingern, zog sie hoch, dann nahm er sie zwischen den ersten und zweiten Finger und drehte sie.
Siri wand sich, versuchte sich freizumachen. Er hob die andere Hand. Sie schloss die Augen und blieb reglos liegen. Gleich würde er sie schlagen. Aber dann spürte sie ihn auf der anderen Brust. Sie riss die Augen auf, als er die Warze fest zwischen den Fingern hielt und sie in die Höhe zog. Es tat weh. Sie wollte schreien, aber es war nicht nur der Schmerz, der ihr ein heiseres Stöhnen entlockte. Es … tat auch … gut. Er rieb die Warzen, bis sie ganz hart und steil emporstanden. Ihre Brüste waren jetzt noch rundlicher, aber ihm schienen sie zu gefallen, denn sein Blick war aufmerksam, als er sie betrachtete, und seine Augen waren freundlich.
Siri begann sich zu entspannen, als er seine Hand plötzlich zwischen ihre Schenkel legte. Sie zuckte zusammen. Gandar stand auf, bog ihre Beine weit auseinander und hockte sich dazwischen. Er betrachtete sie, schob die vollen Lippen auseinander, besah sich das Innere. Siris Beine zitterten so sehr, dass er sie beruhigend streichelte. Er beugte sich hinunter, besah sich ihre Scham genauer, schließlich roch er sogar daran, und als er die Zunge hinausstreckte, um an ihr zu lecken, wehrte sich Siri. Er hielt ihre Beine fest, während seine Zunge die Lippen durchforschte, als wollte er ihre Feuchtigkeit auflecken. Die Berührung war unerträglich, sie hätte ihn gerne gebeten aufzuhören, aber nur ein leises Stöhnen kam aus ihrer Kehle, das schnell anschwoll, je heftiger er leckte und saugte. Sie hatte das Gefühl, als würde sich ihr Inneres krümmen, sich in Krämpfen zusammenziehen, als könnte sie keinen Atemzug länger aushalten, was er mit ihr tat. Als er sie endlich losließ, war fast jede Stelle zwischen ihren Beinen schmerzhaft empfindlich und wie wund. Siri bebte am ganzen Körper.
Aber es kam noch schlimmer. Statt mit seiner Zunge streichelte er sie jetzt mit seinen Händen. Seine Finger fuhren jede Falte nach, spielten mit den geschwollenen Lippen und zogen sie dann weit auseinander, als er mit einem Finger jenen kleinen und zwischen Hautfalten verborgenen Hügel suchte, dessen Berührung so schmerzhaft war und gleichzeitig so gut tat, dass sich die Frauen der Sippe oft stundenlang damit beschäftigten, wenn sonst nichts zu tun war. Auch Siri hatte sich daran gerieben, gestreichelt, aber immer nur heimlich. Allerdings hatte sie es sehr vorsichtig gemacht, sich kaum berührt, aber Gandars Fingerspitze lag so fest darauf, dass Siri aufschrie.

Szene 2

Die Bewohner dieses Dorfes versammelten sich, als sie Gandar erkannten. Einer löste sich von der Gruppe, begrüßte Gandar, indem er ihm die offene Hand hinhielt, und Gandar seine darauf legte. Es war ein alter Mann mit weißem Haar. Siri beobachtete ihn neugierig. Noch nie hatte sie bei Ramas Sippe einen Menschen mit so weißem Haar gesehen. Die meisten wurden grau, wenn sie älter wurden. Der Alte, dem sie gedient hatte, war schon gebeugt gegangen und hatte doch noch dunkleres Haar gehabt. Dieser Mann musste sehr alt sein. Sie erkannte an der ehrerbietigen Art, mit der er behandelt wurde, dass er eine besondere Stellung einnahm. Und wie sie später auch erfuhr, war er der Älteste dieses Stammes.
Gandar erklärte ihm, dass er mit einer Sklavin zurückgekehrt sei. Der Mann kam näher, ergriff eine Strähne von Siris Haar, rieb sie zwischen den Fingern. Sein Blick glitt abschätzend über ihre Brüste, die von ihrem schmutzigen und zerrissenen Ledergewand bedeckt waren, und über ihren Körper.
Eine ältere Frau kam lachend auf Gandar zu. Der lief ihr entgegen, beugte sich nieder und umarmte sie. Die Alte sah auf Siri, und Gandar befahl Siri, herzukommen. Die Frau betrachtete sie abwägend.
„Sie gehört jetzt mir“, sagte Gandar. „Sie hat den anderen gedient. Jetzt wird sie mir dienen.“
„Sie ist nicht kräftig“, sagte einer der Männer, den sie vor dem Dorf getroffen hatten, und der sie begleitet hatte. Siri war tatsächlich auch ein wenig kleiner und zarter als diese Menschen hier.
„Sie ist zäh. Sie wird gute Arbeit machen. Und sie ist schnell und furchtlos!“ Gandars Blick war voller Stolz, als er Siri ansah. „Sie hat mit mir gejagt.“
Er lachte, als er sah, wie Siri die anderen hinter seinem Rücken herausfordernd ansah und den Kopf zurückwarf. Sie fühlte sich stark, weil sie wirklich mit ihm gejagt hatte. Und weil er sie so oft gewollt und gestreichelt hatte. Die Männer betrachteten sie neugierig. „Die Tiere werden sie suchen“, wandte der alte Mann ein.
„Sie werden sie nicht finden.“ Gandar hatte bis jetzt freundlich geschaut, gelacht, aber jetzt zogen sich wieder seine kaum sichtbaren Augenbrauenwülste zusammen, so dass Falten über seiner Nase entstanden. „Sie haben sie als Sklavin gehalten. Jetzt wird sie meine sein. Und hier – seht …“, er nahm Siris Hand und hob sie hoch, zeigte den anderen ihren Arm. Es war ein dunkles Muster darauf gezeichnet, das ein Tier darstellte. Es war im Laufe der Monde zwar verblasst, aber noch schwach sichtbar. „Sie hat die Zeichen, wie nur unsere Leute sie tragen.“
„Keiner aus unserem Stamm. Aber ich habe ähnliche schon einmal gesehen. Von einem Alten, der von weither kam. Und eine unserer Sklavinnen hat ähnliche. War die hier immer schon bei den Tieren?“
„Ich weiß es nicht.“
„Warum fragst du sie nicht?“, meinte die alte Frau, die sich dicht neben Gandar gestellt hatte.
„Sie spricht nicht. Aber das ist auch gleichgültig. Sie wird mir dienen.“ Gandar nickte ernst. Seine Hand glitt dabei besitzergreifend von Siris Arm über ihren Körper. „Sie gehört jetzt mir“, wiederholte er.
„Hast du sie schon auf alle Arten besessen?“
Er schüttelte auf diese seltsame Art, die Siri nun schon kannte, den Kopf, was Verneinung, manchmal auch Belustigung bedeutete. „Ihr Blut wurde noch nicht vergossen.“
Die alte Frau und die Männer sahen zuerst Gandar, dann Siri ungläubig an. „Soll das heißen, die Tiere haben sie nicht bestiegen?“
„Nein.“ Gandars Blick ruhte voll geheimer Vorfreude auf ihr. „Sie hatten dort genug Weibchen und beachteten sie nicht weiter.“
„Ich werde das überprüfen“, sagte die Alte zweifelnd. „Sonst müssen wir den Ritus vollziehen, bevor du in ihr liegen darfst. Wir dürfen die Götter nicht erzürnen. Kommt mit.“
Die Männer blieben zurück, und Gandar und Siri folgten der Alten zu einer Hütte. Sie traten ein, Siri sehr zögernd, denn die Alte war ihr unangenehm. Und sie fragte sich, was sie überprüfen wollte. Aber kaum waren sie in der Hütte, als die Alte ihr befahl, sich auszuziehen.
Siri rührte sich nicht, sah die Alte nur störrisch an. Gandar griff nach ihrem Gewand und zog es weg. Siri legte erschrocken die Arme um ihren Körper, als die Alte nach ihren Brüsten griff.
„Halte sie fest. Sie ist dumm wie ein Tier, versteht gar nichts.“
Gandar fasste ungeduldig nach Siris Handgelenken und drückte sie ihr auf den Rücken. Der alte Mann und einige andere, die hier offenbar etwas zu sagen hatten, standen in der Tür und sahen zu. Die Alte fasste nach Siris Brüsten, quetschte sie, besah sie. „Sie scheint wirklich noch nicht gesäugt zu haben.“
Gandar sah verärgert aus. „Ich sagte dir doch, sie ist noch nicht bestiegen worden. Ich habe schon nachgesehen.“
„Das muss ich selbst tun.“ Die Alte deutete vor Siri auf den Boden. „Leg dich hin.“
Siri starrte sie nur an und blieb stehen.
„Sie versteht uns wirklich nicht. Sie ist wie diese Tiere, bei denen sie gelebt hat und die dich gefangen haben“, wiederholte die Frau. „Und sie stinkt auch so.“
„Das ist von dem alten Leder, das sie getragen hat. Aber ich werde sie ins Wasser werfen, bis sie sauber ist.“ Gandar lachte. „Und bald wird sie sowieso nur noch nach mir riechen. Und sie wird lernen, uns zu verstehen. Vielleicht kann sie sogar lernen, mit uns zu sprechen. Bestimmt sogar. Ich glaube nicht, dass sie dumm ist. Sie lernt sehr schnell.“ Er lächelte Siri an, doch die Alte packte Siri an den Haaren und zerrte sie nieder.
Siri wehrte sich, aber da hatte Gandar sie ebenfalls am Arm gefasst und drückte sie zu Boden. Nun gab Siri nach. Gegen Gandar wollte sie sich nicht wehren. Er hatte sie von Ramas Sippe befreit, sie mitgenommen, war Herr über das Feuer und hatte sie den Weg über beschützt, gewärmt und genährt. Sie gehörte nun ihm, und es war sein Recht, dass sie ihm gehorchte.
Sie setzte sich wie gewünscht auf den Boden, presste jedoch die Schenkel zusammen. Die Männer standen immer noch an der Tür und sahen sie neugierig und begierig zugleich an.
„Sie ist wild“, sagte die Alte böse. „Auch ihr Haar ist seltsam. Es sieht aus wie dunkles Feuer. Das ist kein gutes Zeichen.“
„Ich finde es schön. Und sie ist nicht wild, sondern sehr gehorsam. Sie hat nur Angst“, erwiderte Gandar. „Sei nicht zu hart zu ihr.“
„Ich kann so nicht nachsehen.“
Gandar kniete sich neben Siri, presste ihren Oberkörper zurück, bis sie lag. Er hockte sich so, dass die anderen Männer sie nicht angaffen konnten, und griff dann nach ihren Beinen, zog ihre Knie hoch bis an ihren Körper und spreizte sie zugleich.

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