Palazzo der Lüste

Erschienen: 04/2008

Genre: Historical Romance
Zusätzlich: Soft-SM / BDSM

Location: Venedig

Seitenanzahl: 204 (Übergröße)


Erhältlich als:
paperback & ebook

ISBN:
Print: 978-3-93828-138-3
ebook: 978-3-86495-086-5

Preis:
Print: 15,90 €[D]
ebook: 6,99 €[D]

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Palazzo der Lüste


Inhaltsangabe

Die junge Polizistin Cecilia lernt den Maler Stefano kennen und verfällt seiner dunklen Ausstrahlung. Er zeigt Cecilia eine ihr bislang fremde Welt der erotischen Genüsse.

Nach einer aufregenden Liebesnacht mit Stefano findet sich Cecilia jedoch im Venedig des Jahres 1754 wieder! Der arrogante Patrizier Nicolò nimmt sich - nicht ganz uneigennützig - der orientierungslosen nackten Frau an, die er bei einem Ausritt findet.

Nicolò scheint auf geheimnisvolle Weise mit Stefano verbunden, und Cecilia kann seiner Dominanz und seinen Liebeskünsten nicht lange widerstehen. Sie lässt sich von ihm in die Welt der begehrlichen Liebesspiele in seidenen Kleidern einführen. Die Ereignisse spitzen sich dramatisch zu, als Nicolò eines Verbrechens beschuldigt wird! Cecilia nimmt die Ermittlungen auf ...

 

Über die Autorin

Isabell Alberti ist Jahrgang 1967 und stammt aus Norddeutschland. Seit zehn Jahren lebt und arbeitet sie in Sachsen. Bereits seit ihrer Kindheit schreibt sie, begonnen hat Isabell Alberti mit Theaterstücken, die sie in Schulhefte schrieb. Sie wurden leider nie fertig...

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Leseprobe

Szene 1

 

Als Cecilia satt war und nach einem goldenen Teller mit Weintrauben griff, um als Nachtisch davon zu naschen, sagte Nicolò: »Donna Cecilia, Sie sind fertig, dann können wir überlegen, wie Ihre Anwesenheit unter meinem Dach gerechtfertigt werden kann. Denn in diesem Zimmer können Sie nicht bleiben, das ist für mich auf die Dauer zu unbequem.«

Er hatte eine Art an sich, seine Sätze zu formulieren, die Cecilia zur Weißglut brachte.

Sie funkelte ihn an und stieß hervor: »Sie brauchen sich keine Gedanken zu machen, ich werde nicht hierbleiben. Nicht in diesem...

...Zimmer und nicht in Ihrer Villa.«

»Sie sind ermüdend, Signora. Dieses Thema hatten wir schon und haben festgestellt, dass Sie nirgendwohin gehen können. Fangen Sie nicht wieder damit an.«

Er erhob sich vom Bett und kam auf sie zu – seine Bewegungen waren die eines Raubtiers. Vor ihr stehend entwand er ihr die Traube, die sie gerade zum Mund führen wollte, und schob sie in seinen eigenen. Er war wirklich ... wirklich unmöglich, aber seine Männlichkeit war überwältigend. Sie schaffte es einfach nicht, wütend auf ihn zu sein. Außerdem war es auch deshalb unmöglich, weil er recht hatte – in dieser Zeit gab es keinen Ort, wo sie hingehen konnte.

»Wenn ... wenn«, sie leckte sich über die Lippen und befingerte die Trauben auf dem Teller, »vielleicht kann ich für Sie arbeiten. Irgendetwas.«

Warum fiel es ihr so schwer, das zu sagen? Schließlich strebten die Frauen ihrer Zeit nach Arbeit, wollten ihr eigenes Geld verdienen und unabhängig sein. Lag es daran, dass sie sich Nicolò Capelli nicht als Arbeitgeber vorstellen konnte, sondern nur als etwas ganz anderes?

»Arbeit?« Capelli hörte sich an, als wüsste er nicht, was dieses Wort bedeutete.

»Nun ja ... ich kann vieles.« Schießen, gelehrt über Kunst plaudern, Judo, reiten, mit dem Computer umgehen und im Internet surfen, Auto fahren. Alles Dinge, die in dieser Zeit nicht von Nutzen waren. »Als ... als Magd vielleicht.«

»Womöglich in der Küche.« Er ging um das Ruhesofa herum, eine Hand ließ er dabei auf der Lehne liegen. Als er sich neben sie setzte, hatte sie das Gefühl, als würde er sie umarmen. Stattdessen nahm er eine Strähne ihres Haares, wog sie in der Hand. Wenn er doch nur seine Finger in ihren Nacken legen und sie an sich ziehen würde. Er ließ ihr Haar wieder los, nahm den Arm von der Lehne und sprach weiter: »Können Sie kochen, Donna Cecilia?«

Kochen! Sie konnte sich ernähren, aber so kochen, dass es für seine Tafel reichte – sicher nicht.

»Ich fürchte nicht.«

»Also nicht die Küche. Haben Sie noch andere Vorschläge?«

Seine Nähe war berauschend. Sie konnte keinen klaren Gedanken fassen und rückte von ihm ab, soweit das Ruhebett es zuließ.

»Ich könnte etwas anderes tun.«

Beispielsweise könnte ich dir erzählen, was die nächsten 250 Jahre passiert, schoss es ihr durch den Kopf, über das Ende der Löwenrepublik, die Einheit Italiens, zwei Weltkriege, Mussolinis Faschismus, dass man im einundzwanzigsten Jahrhundert im Flugzeug in ein paar Stunden um die ganze Welt reisen konnte. Aber war es einem Zeitreisenden nicht verboten, sein Wissen preiszugeben und die Zukunft zu verändern, die für ihn Vergangenheit war? Sie kannte sich mit den Gesetzen bei Zeitreisen nicht aus, außerdem schätzte sie ihn so ein, dass er daran übermäßig interessiert war. Was konnte sie im Jahre 1754 tun, um Mussolinis Faschismus zu verhindern? Ihr fiel nichts ein. In Romanen fand sich in solchen Situationen immer eine bequeme Arbeit wie Bücher katalogisieren, das Archiv ordnen ... Das könnte sie ...

Zögerlich begann sie. »Ich ... ich könnte Ihre Bibliothek ordnen, eine Bestandsaufnahme machen.«

Sein Lachen unterbrach sie.

»Oh, ich sehe Sie zwischen staubigen Büchern herumkriechen. Die meisten sind übrigens nicht hier, sondern in der Casa Capelli in Venedig, und alle sind wohl geordnet.«

Das also auch nicht. Was konnte sie noch tun? Langsam bekam Cecilia den Eindruck, er wollte gar nicht, dass sie blieb. Ihr Mut sank. Sie fühlte seinen Blick auf sich ruhen, rückte noch ein winziges Stück von ihm fort und machte sich klein.

»Wenn ich einen Vorschlag machen dürfte.« Er wartete ihre Zustimmung nicht ab, sondern sprach sofort weiter. »Ich gebe Sie als eine entfernte Verwandte aus. Die Witwe meines verstorbenen entfernten Cousins, die sich von diesem schweren Schicksalsschlag erholen muss. Auf diese Weise können Sie offen in meinem Haus leben.«

Im Haus eines unverheirateten, jungen Mannes.

»Das geht doch nicht.« Sie sprach die Worte ohne nachzudenken aus. »Sie haben doch keinen toten Cousin.«

»Ich habe weder einen toten noch einen lebenden Cousin. Für unser Spiel denke ich an einen beinahe verschollenen Zweig unserer Casa und auch beinahe vergessen, wenn Sie nicht gekommen wären. Aus Alexandria vielleicht. Genau, mein Verwandter hat dort einen Handel betrieben mit ... mit ...« Er schnippte mit den Fingern und überlegte.

»Datteln.« Das war das erste, was Cecilia einfiel und aus Ägypten stammte.

»Dattelhändler, also wirklich. Kein Capelli würde sich jemals dazu herablassen. Wir müssen etwas Besseres finden.«

Er sagte schon Wir. Das konnte er alles nicht ernst meinen, aber es war ein schönes Spiel und lenkte sie von ihren Sorgen ab. Also ging sie zunächst auf seine Vorschläge ein.

»Wie wäre es mit einem Forscher, der nach den Schätzen des Orients sucht?«

Die großen archäologischen Entdeckungen hatten erst im neunzehnten Jahrhundert stattgefunden. Der Stein von Rosette wurde um die Wende vom siebzehnten zum achtzehnten Jahrhundert herum gefunden und die Hieroglyphen noch einmal zwanzig Jahre später von Champollion entziffert. Trotzdem kann es 1754 Liebhaber altägyptischer Kunst gegeben haben, dachte sie.

»Das ist das Richtige für meinen entfernten Verwandten.« Capelli schenkte ihr einen anerkennenden Blick. »Er lebte seit zwanzig Jahren in Alexandria und beschäftigte sich mit Ägyptens Schätzen. Die einzige Verbindung zur Serenissima war seine Ehefrau.«

»Ich kann aber nicht seit zwanzig Jahren jemandes Ehefrau gewesen sein«, lachte sie. »Ich hätte dann im zarten Alter von sechs Jahren heiraten müssen.«

»Ich habe doch nicht zwanzig Jahre Ehe gemeint. Er hat Sie aus Venedig kommen lassen, und Sie haben dort vor etwa fünf Jahren geheiratet. Er war etliche Jahre älter als Sie, etwa zwanzig.« Ein spitzbübisches Lächeln umspielte Nicolòs Augen. Das Spiel machte ihm diebische Freude.

»Wie bin ich dann Witwe geworden?« Sie fand auch zunehmend mehr Gefallen daran.

Seine Hand, die mit den lockigen Haarsträhnen in ihrem Nacken spielte, lenkte sie noch zusätzlich ab. Sündige Gedanken blitzten in ihrem Hirn auf.

»Ein Fieber hat Ihren Gatten hinweggerafft, und Sie sind zurückgekehrt. Wie praktisch so ein Fieber manchmal sein kann.« Seine Hand legte sich um ihren Nacken, als wollte er sie zu sich heranziehen, um sie zu küssen.

Cecilia würde seinem Kuss nicht widerstehen können, das wusste er. Er küsste sie dann aber doch nicht, sondern fuhr nur mit dem Daumen den zarten Bogen zwischen Hals und Schulter entlang. Es war ein Versprechen für die Zukunft.

»Ein Fieber.«

»Das sumpfige Delta des Nils ist bekanntlich ein Hort für allerlei Krankheiten.« Mit jedem Wort begeisterte sich Capelli mehr für seine Idee. Seine gelangweilte Miene war einem amüsierten Ausdruck gewichen. Das versprach ein interessanter Sommer zu werden.

»Das geht nicht. Alle werden merken, dass ich eine Betrügerin bin.«

»Keine Betrügerin. Nicht doch.« Wieder strich sein Daumen über ihren Hals.

»Es wäre ein großer Spaß«, fuhr er fort, »Sie als eine Donna Capelli in die Gesellschaft einzuführen. Niemand wird etwas merken. Ich wette mit Ihnen.«

»Wetten! Um was?«, lachte sie.

»Um den Besitz dieser Villa.«

»Nein, das geht nicht.« Seine Worte jagten ihr einen Schauer über den Rücken. Das prächtige Haus könnte ihr gehören. »Das können Sie nicht machen, und ich kann nichts einsetzen.«

»Eine Wette ist eine Wette«, sagte er leichthin. »Außerdem werde ich meine gewinnen, die Villa behalten, und Ihr Einsatz wird sein, dass Sie eine Nacht meine ergebene Dienerin sind – eine partie libertin.«

Die französischen Worte klangen fremd in ihren Ohren, aber sein Blick ließ keinen Zweifel an ihrer Bedeutung. Er wollte sie. Cecilia schluckte.

 

 

Szene 2

 

»Carissima, kann ich Sie in der Obhut meiner Mutter lassen? Ich muss gehen.«

»Zu einer Verabredung mit Freunden – jetzt.« Sie befreite ihre Hände aus seinem Griff und klopfte ihm leicht mit dem geschlossenen Fächer auf die Brust.

»Etwas in der Art.«

Er wollte einen übel beleumundeten Ort aufsuchen, und bei Personen, die ihm verpflichtet waren, Erkundigungen über Lucrezia einziehen. Wenn ihr wirklich etwas passiert war, würden diese es wissen. Dorthin konnte er jedoch nur nachts gehen und Cecilia unmöglich mitnehmen.

»Bei Ihrer Mutter bin ich sicherlich in guter Obhut.«

»Es fragt sich nur, ob es nicht eher umgekehrt ist.« Er warf einen zweifelnden Blick auf die Spielerinnen. Gerade schob Donna Sofia wieder einen Stapel Münzen zu ihrer Gegnerin hinüber. »Ich verlasse Sie also, Cara.«

Er zog ihre Rechte an die Lippen und verabschiedete sich anschließend mit ein paar geflüsterten Worten von seiner Mutter.

Die lächelte Cecilia kurz zu, bevor sie sich wieder ihrem Spiel widmete.

Cecilia schaute den Spielerinnen eine Weile zu und mühte sich, die Regeln zu verstehen, aber ihr fehlte die Leidenschaft der Menschen des achtzehnten Jahrhunderts für das Kartenspiel, und so blieb es ihr ein Rätsel, warum mal diese und mal jene Karte abgeworfen wurde.

Ihr war heiß, und auch der Fächer brachte nur die schwüle Luft um sie herum in Wallung. Das Stimmengewirr im Raum verursachte ihr Kopfschmerzen, und das Schicksal der armen Lucrezia ließ ihr keine Ruhe. Sie wollte allein sein und ihre Gedanken sammeln, deshalb schlüpfte sie durch eine Tür, die zum Glück nicht in einen weiteren Salon, sondern in ein kleines Wohnzimmer führte. Auf dem Kaminsims brannten zwei Kerzen und eine weitere auf einem spinnenbeinigen Tischchen neben einem Ruhesofa. Das Fenster war geöffnet, und die Gardinen bauschten sich leicht im Sommerwind.

Cecilia trat ans Fenster und schaute auf die Straße hinunter. Ein Karren rollte vorbei und machte auf dem Pflaster einen ohrenbetäubenden Lärm. Gleich danach kamen Arm in Arm zwei junge Männer. Sie hatten dem Alkohol bereits reichlich zugesprochen und schwankten auf der Gasse von einer Seite auf die andere, dabei unterhielten sie sich laut, ob ein Leder- oder ein Wolllappen zum Polieren von Schuhen geeigneter sei. Cecilia verstand jedes ihrer Worte. Gerade unter dem Fenster, an dem sie stand, blickte einer der beiden hoch und entdeckte sie.

»Amantissima Signora«, rief er aus und lüpfte mit übertriebener Geste seinen Hut. Sein Freund tat es ihm schwankend nach.

Cecilia zog sich vom Fenster zurück. Sie lehnte sich an den geöffneten Fensterflügel und ließ den Wind über ihre Wangen streichen.

Wo Lucrezia gerade war? Sie empfand keine Freundschaft für die junge Frau, wünschte ihr aber, dass sie die laue Nacht ebenso genießen konnte, wie sie selbst. Cecilia ließ in Gedanken noch einmal das Gespräch über ihr Verschwinden Revue passieren, und wieder endete es damit, das Nicolòs Erbe wohl mit der Sache zu tun haben musste. Er hatte seine Pfeile zu geschickt platziert, um nicht eine finstere Absicht gegen Nicolò zu hegen. Dafür musste sie Beweise finden, dafür war sie ausgebildet.

Stimmen an der Tür, und das Herunterdrücken der Klinke unterbrachen ihre Überlegungen. Sie drehte sich erschrocken um und konnte sehen, wie sich die Tür langsam öffnete; Cecilia wollte mit niemandem sprechen, daher glitt sie schnell hinter einen Vorhang neben dem Fenster und betete darum, nicht entdeckt zu werden.

Ein Mann und eine Frau kamen herein. Er hatte einen Arm um ihre Taille geschlungen, in der anderen hielt er eine Flasche Champagner; er flüsterte ihr etwas ins Ohr, das sie zum Kichern brachte.

Das konnte ja heiter werden. Cecilia sah keine Möglichkeit aus dem Zimmer zu entwischen, ohne bemerkt zu werden. Das Fenster lag der Tür gegenüber und dazwischen ließen sich die beiden auf das Ruhesofa fallen. Die Frau kicherte immer noch, während er einen Schluck Champagner aus der Flasche nahm. Sie erkannte in ihm den gutaussehenden Geiger, der die Signorina Carmando bei ihrer Arie begleitet hatte, und in der Dame die Signorina selbst.

»Gib mir auch, Giacomo«, bettelte sie und streckte ihm das Gesicht entgegen.

Er gab ihr zunächst einen Kuss, ehe er ihr die Flasche reichte. Cecilia spähte hinter dem Vorhang hervor und beobachtete, wie die junge Dame einen kräftigen Zug nahm. Nach dem Absetzen der Flasche stieß sie einen Rülpser aus, der beide wieder zum Kichern brachte.

Sie stellte den Champagner auf den Boden, Giacomo legte seinen Rock ab und machte sich dann an ihrem Kleid zu schaffen.

»Welche Stoffmassen, Claudia«, klagte er und hörte sich dabei beinahe wie Nicolò an. Er schälte seine Schöne aus ihren Röcken und schob diese achtlos mit dem Fuß weg. Sie rutschten genau bis vor Cecilias Vorhang. Das Oberteil folgte.

In Unterwäsche sah Claudia wie ein Engel aus. Sie machte diesen Eindruck aber gleich zunichte, als sie sich in aufreizender Pose auf dem Sofa zurechtlegte und sagte: »Es war äußerst geschickt von Ihnen, sich als Geiger auf dem Ball meiner Mutter einzuschleichen, Giacomo Casanova.«

»Geschick ist mein zweiter Vorname. Außerdem war ich tatsächlich Geiger am Teatro San Samuele. Alles, um meiner Schönsten nahe zu sein.«

»Ich dache, Leidenschaft wäre Ihr zweiter Vorname.«

»Dann ist Geschick mein dritter.«

»Ich will Sie, Giacomo.«

»So wie ich Sie will.« Mit fliegender Hast knöpfte er seine Weste auf und ließ sie den Röcken folgen.

Das war Giacomo Casanova! Cecilia atmete keuchend aus. Zum Glück waren die beiden zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um sie zu hören. Der größte Liebhaber aller Zeiten als Geiger. Er war alles Mögliches gewesen: Hauslehrer, Geistlicher, Betreiber einer Lotterie, Musiker, aber leibhaftig zu sehen … Welche Überraschungen hielt die Zeit noch für sie bereit?

Claudia machte sich an Casanovas Hose zu schaffen. Beide atmeten heftig. Der Anblick ihrer schönen Körper beim Liebesspiel ließ Cecilia nicht kalt.

Casanova und Claudia versanken in einem Kuss, als wollten sie miteinander verschmelzen. Ihre Zungen umschlangen einander, Cecilia ahnte es, sehen konnte sie es von ihrem Platz aus nicht, aber die Bewegungen waren eindeutig. Unwillkürlich leckte sie sich über die Lippen.

Casanova lehnte sich breitbeinig auf dem Sofa zurück. Claudia stand über ihn gebeugt, der Kerzenschein reflektierte im Glanz ihrer unternehmungslustigen Augen. Sie beugte sich weiter nach vorne, als er sich an den Schnüren ihres Mieders zu schaffen machte. Er löste die oberen Bänder, und ihre Brüste sprangen wie reife Orangen aus Korsett und Unterhemd.

Diesen süßen Früchten in seiner Reichweite konnte er nicht widerstehen, griff mit beiden Händen zu und rieb und drückte die prächtigen Halbkugeln.

Cecilia hatte das Gefühl, als würde er über ihre eigenen Brüste streichen, spürte ihre Nippel hart werden. Sie dachte nicht mehr daran, wie es ihr gelingen konnte, unbemerkt den Raum zu verlassen, sondern spähte neugierig hinter dem Vorhang hervor.

Casanova hatte seine Schöne näher zu sich herangezogen, damit er ihre Früchte mit den Lippen genießen konnte. Völlig selbstvergessen leckte, küsste und streichelte er sie, kniff und biss wohl auch manchmal zu, und das schien ihr besonders zu gefallen, keuchte sie doch jedes Mal entzückt auf. Cecilia musste an sich halten, um sich nicht durch ihr eigenes Stöhnen zu verraten.

»Prächtiges Weib«, murmelte Casanova in die Spalte zwischen Claudias Brüsten. Die glänzten inzwischen feucht von seinem Speichel. Er griff sich zwischen die Beine, während seine Lippen weiterhin an dem prallen Busen festgesaugt blieben.

»Das ist mein Spielzeug.« Lachend griff sie nach seinen Händen. »Nehmen Sie mir nicht, wonach ich mich den ganzen Abend sehnte.«

»Ihr gehorsamer Diener, Signorina.«

Gleichzeitig mit seinen Händen waren auch Cecilias Hände zu ihrem Schritt gewandert. Sie drückte den Stoff zwischen ihre Beine und rieb sich, mit der anderen Hand fuhr sie in den Ausschnitt ihres Kleides. Ihre Finger fanden kaum Platz, und diese Enge ließ sie noch mehr glühen.

Auf dem Sofa hatten die Liebenden die Plätze getauscht. Claudia hatte wieder die Champagnerflasche in der Hand, beim Trinken blinzelte sie ihrem Liebhaber kokett zu.

»Das reicht, Bellisima.« Er nahm ihr die Flasche weg und setzte sie sich selbst an die Lippen.

Cecilia nahm an dem wollüstigen Taumel teil. Sie streichelte sich weiter selbst und konnte den Blick nicht von den beiden wenden.

Diese saßen mit dem Rücken zu ihr. Casanova ließ die leere Flasche auf den Boden fallen und stieß sie mit dem Fuß fort. Sie rollte in eine Ecke des Zimmers. Claudia kicherte bei dem Geräusch, offenbar war sie beschwipst. Sie ließ sich auf dem Ruhesofa nach hinten fallen und wölbte aufreizend den Rücken, dabei griff sie selbst nach ihren Brüsten und knetete sie. Mit dem Fuß stieß sie auffordernd ihren Liebhaber an.

»Kommen Sie. Das alles habe ich für Sie aufgehoben.«

»Und morgen wird es jemand anderer sein und gestern und davor auch – ach, ich denke lieber nicht daran.« Aus seiner Hosentasche zog er eine kleine Dose, bevor er das störende Kleidungsstück entfernte. »Ihre Kugeln werden uns einen besonderen Genuss verschaffen.«

Cecilia wusste nicht, wovon er redete, aber die junge Frau offenbar genau. Sie lachte leise und knetete ihre Brüste heftiger. Den Inhalt der Dose verrieb Casanova auf seinem steil aufragenden Penis und einen letzten Rest auf den Brüsten der Frau vor ihm. Dann kniete er sich über sie.

Was hatte er vor? Cecilia sollte es gleich sehen.

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